Privater Modus



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Impressum

Psychologische Beratungsstelle des notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V

Fedelhören 6
28203 Bremen
Telefon: (0421) 151 81

Email: info@notrufbremen.de

Der Verein ist gemeinnützig anerkannt.
Amtsgericht Bremen: Vereinsregister Nr.: 3656
STNr.:71-609 05888, Finanzamt Bremen-Mitte

Vertretungsberechtigter Vorstand:
Dr. Angela Stoklosinski
Dr. Sabine Gaiser

Leitartikel des Regionalteil im Weser Kurier über „Luisa“

Im Leitartikel des Regionalteils vom Weser-Kuriers erschien heute der nachfolgende Artikel über unser Projekt Luisa. Wir freuen uns über die Berichterstattung.

Im Notfall nach Luisa fragen

Schutz vor sexueller Belästigung

„Ist Luisa da?“ Mit dieser Frage können sich Frauen künftig an das Servicepersonal in Diskos und Kneipen wenden, wenn sie bedrängt und sexuell belästigt werden. Die Mitarbeiter werden geschult.

„Ist Luisa da?“ – wenn sich eine Frau mit dieser Frage künftig in einer Diskothek, in einem Club, im Biergarten oder in einer Bar an das Thekenpersonal wendet, braucht sie Hilfe. Sie wird von einem männlichen Gast bedrängt, sexuell belästigt, begrapscht, oder sie fühlt sich in einer Situation unwohl.

Viele Frauen kennen solche Situationen. Aber nicht jede hat den Mut und die Kraft, sich selbst daraus zu retten und dem Mann, von dem sie bedrängt wird, die Meinung zu sagen. Manche schämen sich, manchen fehlen die Worte, sie sind zu geschockt oder wollen kein großes Aufsehen erregen – aber sie brauchen Hilfe.

Genau für solche Situationen gibt es künftig das Projekt „Ist Luisa da?“. Die Frage fungiert als Codewort, das den Mitarbeitern an der Theke signalisiert: Hier wird eine Frau bedrängt. Und sie wissen, was zu tun ist. „Die Mitarbeiter werden für diese Situation von uns geschult, was sie an Hilfe anbieten können“, sagt Notruf-Mitarbeiterin Nathalie Haas.

Rund 100 Betriebe angeschrieben

Möglichst in einem ruhigen Raum, etwa einem Hinterzimmer, entscheidet das Servicepersonal gemeinsam mit der Frau, wie es weitergehen soll. „Ob sie die Diskothek verlassen möchte, ob ihr Freundeskreis informiert, ein Taxi gerufen oder die Polizei alarmiert werden soll“, beschreibt die Psychologin.

500 magentafarbene Plakate sind bereits gedruckt, sie sollen in den Toiletten von Diskotheken, Kneipen, Fast-Food-Restaurants und anderen Betrieben aufgehängt werden. Kurz und knapp wird darauf erklärt, worum es bei der Frage nach Luisa geht. Im Thekenbereich liegen Flyer für die Mitarbeiter aus.

„Rund 100 Betriebe haben wir angeschrieben, um auf das Projekt aufmerksam zu machen“, sagt Nathalie Haas. „Und es gibt schon einige Interessenten für Schulungen.“ Bei der Vorbereitung auf die Schulungen sind die Notruf-Mitarbeiterinnen von der Bremer Polizei beraten worden.

Konsquentes Einschreiten gefragt

„Wir finden das Projekt absolut sinnvoll. Frauen, die bedrängt oder belästigt werden, müssen sich nicht lange erklären, um Hilfe zu erhalten“, sagt Polizeisprecher Horst Göbel. „Das Personal in den Betrieben wird dahingehend sensibilisiert und soll Hilfe anbieten, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Und die Betriebe machen deutlich, dass sie sich von solchen Verhaltensweisen distanzieren.“

Auch das ist ein wesentliches Ziel der Kampagne, wie Notruf-Mitarbeiterin Sonja Schenk betont. „Wir wollen erreichen, dass man grundsätzlich aufmerksamer hinschaut, Anzeichen für solche Situationen erkennt. Und dass konsequent eingeschritten wird, zum Beispiel der Grapscher der Diskothek verwiesen oder die Polizei je nach Situation gerufen wird.“

Die Polizei rät dies vor allem auch dann, wenn der Verdacht auf K.o.-Tropfen besteht. Der Einsatzbereich sei überwiegend in Diskotheken, Kneipen, aber auch bei privaten Partys und Großveranstaltungen, betont Polizeisprecher Göbel. Die geruchs- und geschmacksneutralen Tropfen würden heimlich ins Getränk gemischt, um die Opfer willenlos und gefügig zu machen.

Codewort ist absolut sinnvoll

„Den Betroffenen wird bereits nach kurzer Zeit übel und schwindelig, sie verlieren die Kontrolle und haben häufig über Stunden einen Filmriss.“ Bei einer Überdosierung könne es zu Bewusstlosigkeit, Koma oder sogar einer tödlichen Atemlähmung kommen. In Blut und Urin könnten die Tropfen nur wenige Stunden festgestellt werden.

Das mache den Nachweis und die Überführung der Täter besonders schwierig, deshalb sei die Polizei auf möglichst frühzeitige Hinweise von den Betroffenen, Freunden oder anderen Gästen angewiesen, so Göbel. „2016 gab es in Bremen sieben Verdachtsfälle, in diesem Jahr wurden bis jetzt elf Verdachtsfälle registriert. In keinem Fall konnte der Nachweis rechtzeitig geführt werden.“

Hierbei könne die Sensibilisierung durch die Kampagne „Luisa“ eine wichtige Unterstützung sein. „Luisa“ soll aber ganz gezielt bereits dort ansetzen, wo Frauen sich belästigt und bedrängt fühlen und die Situation als unangenehm empfinden. Ein Codewort sei dafür absolut sinnvoll, sagt Sonja Schenk.

„Luisa“ gibt es bereits in mehreren deutschen Städten

„Wir wissen, dass es für viele Frauen einfacher ist, sich mit dieser Frage an das Servicepersonal zu wenden als zu sagen: Der Typ dort hat mir an die Brust gefasst, mich im Schritt berührt.“ Der Gaststättenverband Dehoga unterstützt das spendenfinanzierte Projekt ebenfalls und hat alle seine 700 Mitglieder in einer Rundmail angeschrieben. „Wir stehen ganz klar dahinter, weil wir wissen, dass es immer wieder zu solchen Vorfällen in der Gastronomie kommt“, sagt Dehoga-Sprecherin Regine Martens. „Die Kampagne ist eine sehr gute Möglichkeit, damit aktiv umzugehen.“

„Luisa“ gibt es inzwischen in mehreren deutschen Städten, Vorreiter war Münster, wo der Frauen-Notruf die Kampagne Ende des vergangenen Jahres gestartet hat. Auch Hannover will die Hilfe per Codewort demnächst als Modellprojekt einführen, das hat der Gleichstellungsausschuss der niedersächsischen Landeshauptstadt Anfang September beschlossen.

September 15th, 2017|Categories: Allgemein|